Thursday, 3. June 2010
mir ist das ja so was von wumpe, wer bundesgrüßonkel war, ist oder wird.
aber das mit dieser lena, das fand' ich für einen abend richtig spannend!

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Wednesday, 2. June 2010
in dieser nacht waren wieder löwen in der nähe zu hören, allerdings habe ich diesmal durchgeschlafen und annette hat wach gelegen (gar nicht schlecht so ein gin tonic)

am morgen sind wir dann wieder zu den pelikanen gefahren, damit unsere mädels auch diesen wunderschönen anblick sehen konnten. und tatsächlich, die burschen schliefen noch.



nach und nach erwachten sie durch die sonne, reckten und streckten sich und flogen dann einzeln und in gruppen los. es sah schon majestätisch aus.



danach sind wir dann aufgebrochen in unser letztes camp. es ging eine endlos lange strasse lang mit dichten büschen links und rechts auf der uns ein elefant entgegenkam. dieser versuchte uns zu vertreiben durch die üblichen drohgebärden mit aufstellen der ohren, kopfwackeln und schnauben, aber wir näherten uns ganz vorsichtig. nach einiger zeit hat er sich wohl überlegt, doch lieber in den busch auszuweichen.



die strecke wurde immer schlechter, je weiter wir ins inner des chobe nationalparks fuhren. wir erreichten ein gebiet, in das es kaum touristen verschlägt. die strassen werden so ca. 1x alle zwei wochen benutzt und dementsprechend ragten äste in die fahrbahn, die wir vorsichtig mit den händen zur seite halten mußten, da sie sonst wie peitschenhiebe einem ins gesiicht gekracht wären. wir haben dabei mit dem stahlrohrrahmen allerhand blätter und käfer eingesammelt. die unglücklichen grashoppers die im wagen landeten verschwanden sofort in der kühlbox :-)

wir sind den spuren livingstones gefolgt: an einem wasserloch konnte man noch die schneise erkennen, die für die karren von livingstone geschlagen wurde. auf dieser strecke gibt es in nahen abständen viele kleine wasserlöcher, so dass ausreichend zu trinken ist.

unterwegs haben wir endlich einen honigdachs gesehen (die spuren fanden wir oft) und eine schildkröte, die sich erstmal sicherheitshalber in ihren panzer verkrochen hat.



wir sind weiter dem zwi-zwi-fluß gefolgt und haben oberhalb unsere lunchpause abgehalten. die landschaft hat uns scherzhafter weise an die eifel erinnert, mit dem unterschied dass elefantenknochen herumlagen.



an unserem letzten camp angekommen, einem hübschen wasserloch mit waterlillies haben wir dann zunächst mal ein lagerfeuer gemacht und den teekessel aufgesetzt um eine schöne tasse five-o-clock-tea zu trinken.

vorher waren wir noch an einem militärcamp vorbeigefahren, die dort die anti-wilderer-einheiten unterstützten. da die gegend so abgelegen ist und keine flugzeuge oder andere touristen vorbeikommen, wird sie gerne für wilderei genutzt.

zum abschluß sind wir noch wenige meter weitergefahren an ein künstliches wasserloch (quelle aus dem boden) mit einem beobachtungsstand. das war aber vertane zeit, da wir keine elefanten gesehen haben. doch das sollte sich am nächsten tag ändern...




Tuesday, 1. June 2010
heute gab es von dem photographen eine ganz besondere aufgabe für mich: manuelles photographieren, d.h. nicht einen automatikmodus zu verwenden wie a-perture priority oder s-hutterspeed priority sondern manuell die blende und belichtungszeit einzustellen. schweren herzens habe ich mich dieser aufgabe gestellt und nur den belichtungsmesser der kamera verwendet und dann manuell nach gusto nachgeregelt. alle bilder die ihr heute seht (und alle folgenden) sind dann in der tat im manuellen modus aufgenommen.



früh morgens sind wir dann wieder zu den störchen, weil wir natürlich diese noch mal in tollem morgenlicht und nicht in der harten mittagssonne ablichten wollten. leider waren diese aber weitergezogen und nur noch ein einzelnens hippo anwesend, dass sich bei unserer ankunft aber schnell verzog.



die anfängliche enttäuschung verflog aber schnell bei dem sich bietenden sonnenaufgang. auf der herfahrt hatte einer der mitreisenden bereits einen vermeintlichen leoparden gesehen. auf dem rückweg haben wir versucht seine spuren zu finden. dies gelang uns zunächst nicht, aber wir entdeckten den strauß, der seit tagen humpelte und von uns schon mehrfach photographiert wurde. offensichtlich konnte er seine schwierigkeiten so geschickt verbergen, dass ihn noch kein predator zur strecke gebracht hatte. das licht war natürlich sensationell.



auf dem rückweg sahen wir dann leopardenspuren und zwar ungewöhnlicherweise von 2 tieren. da es sich um m und w handelte ,wollten die beiden sich wohl paaren (ansonsten sind sie einzelgänger), wir konnten sie aber nicht aufspüren.

an diesem morgen blieb es bedeckt und wurde nicht so richtig warm. so kam uns an diesem morgen die kaffeepause mehr als gelegen, die mitreisenden damen schälten sich sofort aus ihren decken und machten leibesübungen (immer im kreis um den jeep).



in unmittelbarer nähe waren zebras, die uns interessiert beobachteten. in der hoffnung weitere panningshots zu machen gingen wir in einer linie auf sie zu, allerdings waren wir zu dämlich und die tiere zu nervös, so dass sich nur die möglichkeit für "normale" bilder bot.



ein stück weiter dann haben wir erneut leoparden und löwenspuren getrennt voneinander gesehen. zwei stattliche löwen haben wir noch gesehen, aber zu weit weg vom weg, so daß ich keine photos gemacht habe, die leoparden blieben für den tag verschollen.

in dieser kargen landschaft waren kaum tiere zu sehen, lediglich jede menge warzenschweine. wenn diese rennen, strecken sie ihr schwänzchen steil in die höhe. mich haben sie immer an einen autoscooter erinnert, der von oben seinen strom bekommt. verbotenerweise waren wir etwas off-road gefahren und sind prompt stecken geblieben. da mußten dann alle raus und kurz schieben.



plötzlich überquerte ein mongoose unseren weg. diese putzigen tierchen waren bei den mitreisenden damen sehr beliebt, da sie unter anderem schlangen jagen. allerdings hatte dieser kein glück versteckt zu bleiben, da ca. 7 anwesende vögel über ihm im busch hockten und ihn verpetzten.



nachmittags ist die bessere hälfte dann mit leichten magenproblemen im zeltlager geblieben und nur die männer sind auf gamedrive gefahren (wir haben entgegen anderlautender gerüchte keine russischen tänzerinnen per helikopter einfliegen lassen)

auf dem weiteren weg ist uns dann endlich wieder ein lilac breasted roller in perfekter position untergekommen. diesen haben wir mit unseren grashoppers aus dem kühlschrank gefüttert und es entstanden wunderschöne aufnahmen (hinweis für die ornithologen: mit 25 grashoppern im bauch, kann der kleine vogel immer noch fliegen)



abends wollten wir dann noch einen versuch unternehmen endlich büffel zu sehen. ein guide hatte berichtet, dass sie am vortag einen fluß überquert hatten und eventuell heute zurückgekommen sind. auf dem weg haben wir dann aber plötzlich pelikane gesehen, ein wunderschöner anblick diese riesenvögel in der luft zu sehen. so etwas habe ich mein lebtag noch nicht gesehen und fast vergessen photos zu machen.



einige haben sich auf einem baum in der nähe zum schlafen niedergelassen (wasservögel!!!), während andere weiterzogen. schade, dass das die bessere hälfte dies nicht sehen konnte, aber wir wollten am kommenden tag wieder herkommen, in der hoffnung die vögel noch vor dem aufwachen zu sehen.



der himmel mit der untergehenden sonne und den tollen formen der bäume hat uns veranlaßt gleich hier unseren sundowner zu trinken.



das ich von botswana begeistert bin, konnte man sicherlich bereits den artikeln entnehmen, aber seit heute bin ich auch begeisterter anhänger der manuellen einstellung von blende und belichtungszeit bei einer dslr. man hat einfach eine genauere kontrolle über die belichtungssituation.






mitbringsel eines kollegen aus dessen letzjährigen heimischen produktion (balkonien)




Monday, 31. May 2010
nach einer ruhigen, recht warmen nacht sind wir los und haben einen schakal an einem wasserloch gesehen, der lautstark einen leoparden in der nähe durch sein typisches gebell verpetzt hat. dadurch wissen alle anderen tiere, dass ein leopard in der nähe ist und somit hat sich das thema für den räuber meistens erledigt.

da es an diesem wasserloch nur wenige büsche gab, wollten wir den leoparden hervorlocken. dazu hat unser guide grant den ruf eines jungen impalas in distress nachgemacht. das ergebnis war zwar nicht das erwünschte, aber 2 hyänen haben sich blicken lassen.

nac h der frühstückspause unter einem gigantischen 1500 jahre altem baum sind wir weiter gefahren und haben unseren guide zum ersten mal gerührt gesehen, als er wasser in der savuti erblickt. an einem kleinen fluß machten ein paar einheimische eine pause. grant kannte eine der damen (eine kinderbuchautorin aus maun, die ihm setswana beigebracht hat). diese war mit ihrem kirchenchor auf ausflug und hat spontan beschlossen uns drei lieder als ständchen zu singen. ich habe heute noch gändehaut: ihr könnt euch nicht vorstellen, diesen gesang inmitten botswanas.



danach haben wir störche gesehen, die auf afrikaans "nimmersatt" heissen. grant hatte inzwischen ein netz organisiert und hat die gunst der stunde genutzt um grashoppers einzufangen. diese sollten dem lilac breasted roller als lockfutter vorgeworfen werden, um besonders schöne bilder von ihm im anflug zu bekommen. dabei kam es zum denkwürdigsten dialog der reise zwische stefano und grant:

s: "what are we going to do with the grashoppers?"
l: " we will look for a patch of dirt and find the perfect bird, than we throw the grashopper to attract the lilac breasted roller"
s: "but won't it hop away?"
l: "ah, but they will come out of the fridge and are in shock!"
s: "that is cruel!"
l: "we have to face it, they are going to die anyway!"

nachdem wir eine stattliche auswahl in der kühlbox hatten, ging es zurück zum lager zur mittagspause. nachmittags fuhren wir dann los und wurden nach wenigen metern von einem riesengewitter überrascht. schnell ging es zurück zum lager für einen zweiten kaffee.



anschließend war aber ein toller regenbogen zu sehen, sowie dolle wolkenformationen.



danach haben wir dan endlich den lilac breasted roller gefunden, bevor wir ihn aber füttern konnten, hat er schon die heuschrecken auf der motorhaube im netzt ausfindig gemacht und ist direkt auf dem jeep gelandet. er war so nah, dass wir keine bilder machen konnten. ein paar sind uns aber dennoch gelungen:





ausserdem haben wir zwei little bee eaters wieder gesehen.



abends sind wir dann zurück zu dem wasserloch, an dem morgens der schakal war. diesesmal badeten elefanten im wasser und zebras waren in der nähe.





zu guter letzt hat stefano noch einen versuch gestartet nahaufnahmen von elefanten zu machen:





stefano levi, der photograph, der die wundervolle reise mit organisiert und uns begleitet hat - und mich getriezt hat um gute photos zu machen :-) - hat einen ersten bericht in seinem blog veröffentlicht!




Sunday, 30. May 2010
wer hat sich eigentlich in meiner abwesenheit um das wetter nicht gekümmert? bei wem kann ich micht beschweren?




auch diese nacht war wieder sehr kalt und meine erkältung hat mich so langsam gepackt. gottseidank war unsere reiseapotheke entsprechend ausgestattet. ab mitternacht hatte man wieder die löwen sehr nah am camp gehört. so haben wir uns nach kofferpacken (heute war ein transfertag in das neue camp) auf die suche nach den löwen gemacht, nicht ohne vorher noch zufällig an einem zebra vorbeizukommen.



den löwenspuren folgend haben wir dann auch ein stattliches männchen ausgemacht und sind ihm durch den busch gefolgt. mit seiner hilfe haben wir die anderen löwen gefunden (2m / 2w) und diese beobachtet. es sah eine zeitlang nach einem kampf und evt. sogar paarung von einem pärchen aus, aber leider taten sie uns den gefallen nicht. allerdings sind zwei von ihnen ca. 1,5m hinter dem auto lang gegangen, da wird einem doch etwas mulmig.





auf dem rückweg ins camp haben wir dann wieder elefanten beim waten durchs wasser beobachtet. im camp haben wir den anhänger angekoppelt mit unseren koffern und den stühlen für die mittagspause und auf ging es nach savuti. allerdings haben wir nach wenigen metern eher zufällig einen geparden (cheetah) am wegesrand gesehen, der auf der jagd war und sind ihm gefolgt.



er hat sich an eine impalaherde angeschlichen, immer nur wenige centimeter. gemeinsam mit drei anderen jeeps habe wir uns auf die lauer gelegt um das jagdschauspiel zu geniessen. da der gepard sich aber reichlich zeit liess, mußte in der zwischenzeit ein specht herhalten als motiv.



nach fast drei stunden wartezeit und kaffeepause im auto mußten wir die warterei leider aufgeben und uns in unser neues camp aufmachen. ca. 100km und damit 4-5 stunden fahrzeit nach chobe standen uns noch bevor.

die landschaft hat sich sehr verändert. den lunch haben wir in der mababe depression eingenommen, dort, wo vor ca. 10.000 jahren noch ein see war.



allerdings haben wir uns nur 1/2 stunde gegönnt, da der weg noch sehr weit und beschwerlich war. es pfiff ein ordentlicher sehr heißer wind und am endlosen himmel waren tolle wolken zu sehen.



im tiefen sand sind wir gottseidank nicht stecken geblieben und haben so gerade vor anbruch der dunkelheit das neue camp erreicht. auf dem weg fuhren wir an einem adler vorbei der herrlich von der untergehenden sonne angestrahlt wurde.



wir haben dann nur noch einmal kurz gestoppt, für den obligatorischen sundowner und den wohl schönsten sonnenuntergang der ganzen reise erlebt. überwältigend. die schönheit der natur hat uns tief berührt.





Saturday, 29. May 2010
auch die vergangene nacht war extrem kalt. es kostet jeden morgen überwindung in die klammen klamotten zu steigen, draussen vor dem zelt am waschbassin eine katzenwäsche und zähneputzen durchzuführen und dann schnell ans lagerfeuer stellen, um sich so langsam aufzuwärmen mit kaffee und frischem toastbrot (cornflakes, müsli und joghurt waren auch erhältlich, aber mir reichten 2 dicke scheiben toastbrot, innen noch weich und aussen lecker knusprig). am abend hatte man bereits wieder löwen gehört und ab mitternacht war ich hellwach, da die löwen keine 40m vom zelt entfernt waren und wieder ordentlich knurrten. die bessere hälfte hat zu meiner schnarchabwehr ohrstöpsel angelegt und so das gebrüll herrlich verschlafen. mir stellen sich dafür noch heute die nackenhaare auf. ich hoffe, niemand verrät den löwen, wie dünn so eine zeltplane ist...

wir sind dann den löwenspuren gefolgt. die tiere gehen gerne auf den strassen (sandig wie am strand) da es der geringste widerstand ist, so kann man ihnen gut folgen, sofern noch kein anderes fahrzeug drüber gefahren ist. auch wenn sie in den busch verschwinden, kann man sehen, ob sie auf der anderen seite wieder die strasse gekreuzt haben. diesen tieren sind wir ca. 10km gefolgt, bis sie dann in unbefahrbares gebiet ausgewichen sind, wohin wir ihnen nicht folgen konnten. gemessen an der getrockneten feuchtigkeit der durch die tatzen aufgeworfenen sandspuren, haben wir sie nur um ca. 30min verpaßt.



danach sind wir dann bei einem wasserloch stehen geblieben und haben einige schöne flugaufnahmen von vögeln gemacht, das weiche morgenlicht war toll.

bei der kaffeepause haben wir an einem anderen wasserloch gestanden und ein hippo beobachtet, dass uns aber leider nicht den gefallen tat und das maul aufriss. bei dieser gelegenheit haben wir auch selbstfahrer getroffen, einer mit deutschem kennzeichen aus gl. auf der weiterfahrt mußten wir dem hochstehenden wasser ausweichen und sind querfeldein durch den busch, allerdings wurde das eine irrfahrt, die nicht wirklich weiter half.



danach haben wir einen stop bei den wunderschön anzusehenden waterlillies eingelegt. der photograph und der guide sind dann ins wasser gestiefelt und haben deteilaufnahmen gemacht. ich habe mich nicht getraut, gar nicht mal so sehr wegen den krokodilen, sondern wegen möglicher krankheiten.

an diesem tag ist mir auch mein erstes photo gelungen mit einer flugaufnahme des lilac breasted rollers, ein wunderschönes tier.



danach haben wir elefanten gesehen, die knietief im wasser standen, ein eindrucksvolles bild.



abends sind wir dann elefanten begnegnet, die einen "bananenbaum" schüttelten, um die früchte herunterzuschütteln und dann aufzufressen. das dollste war aber der unglaubliche sonnenuntergang mit eindrucksvoller soundkulisse.



die bellfrogs machen geräusche wie ein xylophon mit nur drei tönen.



bei all dieser schönheit haben wir vergessen, den sundowner einzupacken und sind losgefahren. erst nach einigen hundert metern fiel dem guide auf, dass er noch das tischchen heruntergeklappt hatte und der gin sowie die gläser noch drauf standen. es war aber nichts verloren gegangen (das tischtuch hatten wir allerdings bereits vor einigen tagen verloren).

beim abendessen sind elefanten keine 20m an unserem tisch vorbeigezogen, ein unvergesslicher anblick.




Saturday, 29. May 2010
nach den aufregenden nächten vorher, haben wir in der letzten nacht wunderbar geschlafen (2-3 gläser wein am lagerfeuer helfen da auch ganz gut), allerdings war die nacht sehr kalt: geschätzte 8 grad celsius gepaart mit dem morgendlichen fahrtwind haben dann auch bei mir eine ordentliche erkältung ausgelöst (aber grippostad war mit dabei und nach drei tagen ging es wieder).

an diesem tag habe wir sogar das dach (plane) des jeeps weggelassen und so sollte es für den rest der zeit auch bleiben. unsere erste station führte uns an ein wasserloch mit hippos. in wunderschönem morgenlicht ergaben sich dolle möglichkeiten für photos.



die anschließende kaffeepause haben wir überhastet abgebrochen, da wir über funk von einem anderen guide informiert wurden, dass ein leopard gesichtet wurde. diese überaus scheuen tiere gibt es zwar zu hauf als einzelgänger, aber man bekommt sie selten zu gesicht. es gelang uns aber einen kurzen blick zu erhaschen.



danach stand mal wieder übungsstunde für panning shots auf dem programm, impalas sind da ganz wunderbare objekte.



danach sind wir das erste mal über den lilac breasted roller gestolpert. ein wahnsinnig hübsch anzusehender vogel, der uns den ganzen rest der safari beschäftigen sollte. mit immer ausgefeilteren fütterungsmethoden haben wir versucht ihn anzulocken und ein photo des vogels im flug zu bekommen.



mittags haben wir dann in der pause über bildkompositionen gefachsimpelt. als einfachen trick sollte man immer versuchen, das bild nach geometrische formen zu gestalten (gerade linien, dreiecke, kreise) da dies für das auge immer gefällig wirkt.

abends sind wir dann zu einem bau von wilden hunden gefahren. diese haben seit tagen nicht gejagt und sahen sehr verhungert aus. wir haben uns direkt am bau mit anderen fahrzeugen auf die lauer gelegt und auf die dämmerung gewartet, damit wir in den kühleren stunden eine jagd verfolgen können. die mutter hat ein totes jungtier aus dem bau getragen und dem rest der gruppe zum fraß vorgeworfen. laut unserem guide war wahrscheinlich der hunger schuld, dass sie keine milch mehr geben konnte. umso unverständlicher war es, dass die tiere auch in dieser nacht nicht auf die jagd gingen.



das camp in dieser region war unbeschreiblich. elefanten liefen keine 4m am camp vorbei, in der ferne konnte man giraffen, zebras und impalas sehen, dazu zig weitere elfanten in dieser kargen landschaft in denen viele tote camel-thorn-trees standen.




[ vorbemerkung: alle bilder die ihr hier in den reiseberichten seht, sind unbearbeitet straight-out-of-the-cam. also auch keine auschnitte oder vergrößerungen. lediglich für das web wurden sie verkleinert und danach leicht nachgeschärft. ausserdem sind alle bilder jeweils an dem tag entstanden, der beschrieben wird. ]

die nacht war mal wieder sehr unruhig, da die löwen nach ihrem festmahl noch etwas näher an unser lager herangekommen sind. sie kommunizieren durch ein ganz eigenartiges knurren / brummen, das einem durch mark und bein fährt.

am nächsten morgen sind wir dann wieder ganz früh raus um die löwen zu sehen. in unmittelbarer nähe des lager lagen sie und einer hat immer noch an dem warzenschweinschädel geknabbert. plötzlich hörte wir in der nähe den todesschrei eines jungen impalas. unser guide wie von der feuerwehr den jeep gestartet und hin gefahren. wie sehen gerade noch, wie eine hyäne wilde hunde vertreibt, die wohl das impala erlegt hatten. diese konnte sich aber nicht mit ihrer beute ausruhen, da in dem moment einer der löwen durchs dickicht geschossen kam und sich die reste schnappte. ein unglaublicher anblick, wie die hyäne verschwindet und einer der wilden hunde in sicherer distanz auf- und abspringt!



nach dieser ersten aufregung sind wir dann zu einer impala-herde im morgenlicht gefahren in der hoffnung, dass die um ihren fang beraubten hunde hier noch einmal zuschlagen. das blieb aber aus. heute haben wir auch das erste mal kudos gesehen (keine ordentlichen bilder)



danach sind wir - die spur der wilden hunde verlierend, diese können bis zu 40km/h laufen - an einem wasserloch vorbeigefahren, in dem elefanten getrunken haben. bis auf 3m sind die tiere an unserem jeep langgelaufen (immer mit drohenden aufgestellten ohren)



dann mußten wir so langsam in richtung norden aufbrechen, da heute ein transfertag war, d.h. unser lager wurde morgens abgebaut und verlegt in ein neues camp. auf dem weg dahin haben wir impalas beobachtet, die wunderschön springen können.



die mittagspause haben wir dann an einem kleinen see/seitenarm des flusses khwai gemacht. lunch wurde von unseren küchenfeen eingepackt und wir haben uns ca. 1 stunde gemütlich hingesetzt.



danach ging es dann über die khwaibrücke. natürlich haben wir durch die namensähnlichkeit veranlaßt alle den river-kwai-marsch gepfiffen (wie wahrscheinlich alle touristen)



auf dem weg weiter zu unserem lager kamen wir dann an einem der kleinen landeplätze vorbei. landung geht hier nur auf sicht, da man nie weiß, ob nicht gerade irgendwelche tiere auf der startbahn stehen.



ich hatte mir vorgenommen, die sog. panning-technik anzueignen und so ist an diesem tag das erste halbwegs gelungene photo entstanden: ein strauss



daneben haben wir auch zum ersten mal einen geier aus der nähe beobachtet. am besten gefällt mir der 'kopflose geier' der aussieht wie ein raumschiff aus der serie star treck.



eine der bezauberndsten begebenheiten der ganzen reise hatten wir dann am abend. eine herde von baboons zog links und rechts an unserem auto entlang. es waren mindestens 60 tiere. in dem hohen gras konnte man tolle gegenlichtaufnahmen machen:





bevor es dann in das camp ging, haben wir uns wieder einen schönen platz für einen sonnenuntergang ausgesucht (am gleichen platz waren wir auch am nächsten tag, deswegen bilder dort). man konnte in der ferne hippos und impalas hören und lauter bellfrogs im wasser. die machen ein geräusch wie ein xylophon mit nur 3 noten.



was für ein aufregender tag liessen wir bei einem gin tonic revue passieren.