
ein stückchen den wanderweg weiter kommt man an den südlichsten punkt englands (lizards head). die landschaft spricht für sich und es macht einfach nur spass zu wandern, zu verweilen zu staunen und natürlich auf die gewagtesten felsvorsprünge zu kraxeln für das perfekte photo,


und hier ist er also, der schlafende riese, dessen gesicht aus der brandung ragt:


unser erster richtiger ausflug in cornwall ging nach kynance cove, eine spektakuläre küstenlandschaft.

nach einem stop in einem großen tesco hatten wir uns mit brot, aufschnitt, obst und wasser versorgt und unsere bunten sommerdecken aus dem heimischen baumarkt sind eh immer mit dabei. dazu hatten wir noch ein riesenglück mit dem wetter. so haben wir inmitten dieser schönen landschaft ein wundervolles pique nique gemacht (dank national trust membership mußten wir mal wieder keine parkplatzgebühren zahlen). man kann ausser rasten auch wunderbar auf dem küstenwanderpfad wandern.





nachdem wir hoch über der carlyon bay genächtigt haben, sind wir heute zum kreislauf in schwung bringen nach dem frühstück kurz nach charlestown herabgestiegen. dort liegen drei segelschiffe, die besonders gerne für filmaufnahmen genutzt werden. auch die angrenzenden häuser haben keinerlei satellitenschüsseln oder ähnliches und der hafen ist schnell umgebaut für filme.
[ u. a. wurden hier gedreht, bzw, wurde die schiffe verwendet in:
Apocalypto
Man to Man
New World
Amazing Grace
Baroness & The Pirate
Count of Monte Cristo
Emperor's New Clothes
Brotherhood of the Wolf
Robinson Crusoe
Saving Private Ryan
Angela's Ashes
Maua
Mansfield Park
Pandemonium
White Squall
Three Musketeers
Amy Foster (swept from the sea)
Last Place on Earth
December Rose
Maurice, Without a Clue
Mountain of the Moon
Return to Treasure Island
Erik the Viking
Revolution
Cutthroat Island
Princess Caraboo
Kidnapped
Captain Bligh
Le Mond a l'envers
Treasure Island
1492 Conquest of Paradise ]

das nächste ziel unserer reise ist st. austell. hier bleiben wir bis freitag und werden von hier cornwall erkunden. das hotel liegt wunderschön hoch über der bucht und wir haben uns den luxus eines zimmerupgrades gegönnt: das ergebniss ist wie zu sehen eine spektakuläre sicht mit eigener kleinen terasse. und auch dieses hotel hat wifi, updates auch in den kommenden tagen sind also gewährleistet.

auf unserem weg von devon nach cornwall haben wir plymouth ohne stopp links liegen lassend unseren nächsten national trust kleinod angesteuert: cotehele. eine wunderschön gelegene anlage mit toll erhaltenen teppichen und möbeln aus dem 16. jh und einem phantastischem garten.

im eingangsraum konnte man heute als sonderausstellung mal echt antike ritterschwerter anfassen, aber darauf habe ich dankend verzichtet. in den räumen gabe es tolle möbel zubestaunen: holzstühle aus goa (indien) aus dem 16. jh und wunderschöne alte schränke. in einem raum bin ich mit einem der guides ins gespräch gekommen und er hat sich sofort weisse leinenhandschuhe angezogen und einen italienischen walnussbaumschrank aus dem 16. jh. auseinandergenommen. er hat mir 12 der 26 vorhandenen geheimfächer gezeigt und dabei vor aufregung eine holzschachtel fallen gelassen, die ich gerade noch auffangen konnte. uns ist beiden das herz in die hose gerutscht. anschließend hat er mir noch tipps zu unseren weiteren reise gegeben und mich per handschlag verabschiedet.


der garten war wunderschön, allerdings brannte die sonne ganz schön!


mit einem lachenden und einem weinenden auge haben wir heute abschied von salka und chris aus der easternlodge genommen. selten haben wir so herzliche gastfreundschaft gespürt und das ganze im malerischen devon. ich kann jedem südenglandreisenden einen kleinen zwischenstopp hier empfehlen. kurz vor der abfahrt sind wir noch einmal ca. zehn minuten durch den angrenzenden wald gestapft und haben uns eine private zufahrt zu einem der ortsansässigen häuser angeschaut: was für eine hortensienpracht!
[ meine bessere hälfte hat sich den ganzen tag im auto anhören müssen, dass wir auch so eine auffahrt brauchen ]
heute geht es weiter in richtung cornwall. wir fahren über cotehele nach st. austell und bleiben dort bis freitag. von dort planen wir dann mehrere touren bis in den hintersten conrwall'schen winkel. glücklicherweise haben wir noch ein kleines hotel gefunden und gebucht. ob es internet gibt ist noch nicht ganz klar.
anbei noch ein photo speziell für herrn exdirk. arbeitsplatz mit bemalten orgelpfeifen, heizung im kreuz und vorhang als sichtschutz, dazu j.s.bach, organ works



nach wildercombe ging es dann so richtig ins moor. nachdem die landschaft anfänglich noch sehr stark an die küste von devon erinnerte, veränderte sich das bild so langsam. auf raten unserer landlady kehrten wir in der nähe von two bridges in ein winziges landhotel, abseits der strasse ein um in einer kleinen plüschigen lounge mit polstersesseln, teppichboden und kaminfeuer einen echten cream tea mit warmen scones, cream und strawberry marmelade zu uns zu nehmen. nach einiger zeit kamen wir mit zwei älteren ladies ins gespräch und haben noch weitere tipps für cornwall erhalten. ein zauberhaftes erlebnis!
anschließend ging die fahrt weiter durch das moor. man mußte permanent auf der hut sein, da schafe, kühe oder wildpferde permanent die fahrbahn kreuzen konnten.

hier habe ich die bessere hälfte erwischt, wie sie versucht heimlich drei wildpferde einzuladen. (neugierige kleine biester)

nach unserer wanderung zu der burgruine, wurden wir am parkplatz wieder mal von einem besonders kleinen pferdchen begrüßt. diesmal hatte es aber nichts für die autos übrig.

da wir den kofferraum bereits voll mit wildpferden hatten, konnten wir leider keine alpakas mehr mitnehmen.

das schöne ist, dass wenn die wanderstiefel abends nach scheiße riechen, weiß man nicht mal mehr was es ist: schafe, kühe, pferde, hunde, alpakas...

nach einigen abenteurlichen abkürzungen (danke liebes navi) ging es heute ins dartmoor (the hound of baskersville!). unser erster stop war das kleine, eigentlich winzige dörfchen wildecombe in the moore mit einer kirche aus dem 15. jh (erbaut auf kirchenresten unbekannten alters). beeindruckend der kleine friedhof drumherum, auf dem aktuell immer noch bestattet wird (das dorf ist wirklich sehr winzig).

schön fand' ich in der kirche, dass offensichtlich jedes gemeindemitglied seinen festen platz hat und ein individuelles kissen zum niederknien.


das thema linksverkehr in england wird ja auch im allgemeinen überbewertet.
[ öffentliche landstrasse, keine geschwindigkeitsbegrenzung. wenn gegenverkehr kommt (und das passiert durchaus), dann muß einer bis zum nächsten kuh-gatter zurücksetzen ]

nach einer lausigkalten nacht und einem sehr deutschsprachigem frühstück (unser host ist die tochter des nachbarn meines onkels und die anderen gäste sind aus gütersloh) sind wir heute mit vollem marschgepäck bei schönstem sonnenschein (25grad) auf wanderung gegangen. nachwievor gewöhnungsbedürftig sind die über weiden führenden public footpath (man weiß nie ob eine kuhherde gerade weidet oder nicht) und die per holzstufen zu überkletternden zäune, die schafe, pferde, esel und kühe in zaum halten sollen.

dafür ist die landschaft aber einmalig schön. nach einer kurzen rast an einem felsenstrand sind wir nach ca. 2/3 der wegstrecke in einem pub, dem ships inn eingekehrt. besonders schön ist der parkplatz, den man sich mit den booten teilen muß. bevor man sich nachtisch bestellt, sollte man sicherheitshalber noch mal den stand der flut kontrollieren.


über super enge strassen ging es in abenteurlicher streckenführung gestern zu unserem nächsten reiseziel, einem kleinen b&b in der nähe von noss mayo, das liegt bei newton ferrers. in einem von herrn baring gebauten kleinen häuschen werden wir die nächsten tage mit wandern verbringen. auch das wetter spielt so langsam mit!


gestern ging es dann von torqay weiter durch devon in richtung cornwall. unser weg fürhrte uns dabei nach dartmouth, einem malerischen städtchen mit dampflok, fähren und am hang gelegenen bunten häuschen.

in einem uralten fachwerkhaus haben wir uns mit original devon-köstlichkeiten versorgt und unterwegs haben wir wieder mal an einem wunderschönen einsamen verlassenen sandstrand pique nique gemacht.

das wetter bessert sich übrigens.

gemütliche englische plüschigkeit

heute gibt es erwartungsgemäß nicht viel zu berichten, ausser dass das hotel extrem plüschig ist, der frühstücksraum wahnsinnig überheizt und der blick aus dem hotelzimmer nach wie vor spektakulär ist. heute abend werden wir entweder in einem kleinen fischrestaurant essen oder uns einfach mit fish & chips an die hafenmauer setzen.
bleibt nur noch eine reisewarnung aus der times von heute zu zitieren:
"motorists were yesterday fed their mandatory dose of depression with the AA warning, that from tomorrow lunchtime 14 million cars are expected to take the roads for the holiday getaway. major build-ups are expected, which is another way of saying that you'll drive 300 miles in first gear and arrive for your relaxing break with a dead leg, a pending divorce and a face like a french gargoyle.
[...]
with nothing else to do, you will visit 27 garden centres and buy one fridge magnet. but guess what, you can still win! by abandoning all hope - perhaps rebranding summer in your head as not-winter - you cannot be disappointed by the weather. you may even be pleasently surprised. weather denial is the foe, as all those high street shops selling unsold strappy vests know."

[ in gefangenschaft ]
bleibt nur noch eine reisewarnung aus der times von heute zu zitieren:
"motorists were yesterday fed their mandatory dose of depression with the AA warning, that from tomorrow lunchtime 14 million cars are expected to take the roads for the holiday getaway. major build-ups are expected, which is another way of saying that you'll drive 300 miles in first gear and arrive for your relaxing break with a dead leg, a pending divorce and a face like a french gargoyle.
[...]
with nothing else to do, you will visit 27 garden centres and buy one fridge magnet. but guess what, you can still win! by abandoning all hope - perhaps rebranding summer in your head as not-winter - you cannot be disappointed by the weather. you may even be pleasently surprised. weather denial is the foe, as all those high street shops selling unsold strappy vests know."

[ in gefangenschaft ]

und so neigt ein weiterer tag in diesem wunderschönen urlaub sich dem ende entgegen. morgen ist noch einmal wieder faulenzen angesagt und evt. ein stadt-/shoppingbummel. am freitag geht es dann in richtung newton ferris und darthmoore und wir erhoffen uns einige schöne wanderungen.


auf unserem weg von bournemouth nach torquay (ohne autobahn, liebes navi) haben wir an einem kleinen farmshop an der landstrasse gehalten und leckere sandwiches genossen zu einer tasse kaffee (frisch gebrüht, aber trotzdem bäh!). weiter ging es dann nach lyme regis (habe ich den regen bereits erwähnt?)

wir konnten zusehen, wie die letzten tropfen des meeres aus dem hafenbecken liefen und alle boote wieder am boden zurückblieben. einen gang über die mächtige hafenmole haben wir trotz beunruhigender schräglage gewagt und einem fischerboot beim entladen seines fangs zugesehen.

wir haben uns dann auf ein paar stufen zum wasser gesetzt und eine photosession mit den anwesenden möven gemacht. es sind ein paar gelungene photos bei herausgekommen (vielleicht gint es noch einmal ein mövenspecial) aber vor allem dieses photo fand' ich gut gelungen. (original aus der kamera, nicht beschnitten oder vergrößert)

zurück auf dem parkplatz waren wir schon abfahrbereit. ich wollte nur noch kurz den müll in eine tonne werfen und entdeckte zufällig, dass wir unmittelbar vor dem lyme regis bowling club geparkt hatten. ein beeindruckendes grün (kein teppich, sondern täglich geschnittener rasen) und ein paar enthusiasten lockten zum spiel. während ich meine aufnahmen machte, sprach uns ein mann an und erzählte etwas über diesen club und wir kamen ins gespräch. ehe wir uns versahen standen wir an seinem auto, begutachteten seine frisch gefangenen makrelen vom morgen und standen gebeugt über seiner auf dem kofferaumdeckel ausgebreiteten landkarte und studierten die besten routen für die kommenden 2 wochen.

nach ausladendem frühstück packen wir die koffer und brechen in strömendem regen auf nach torquay. ein kleines hotel oberhalb des meeres haben wir uns heute morgen per internet gebucht. immerhin soll laut wetter-app das wetter deutlich besser in torquay in den nächsten tagen sein. die route wird uns über lyme regis und exeter führen und mal sehen, wo wir sonst so halt machen.

unser weg zurück von stonehenge führte uns schnurstracks durch salisbury hindurch und so haben wir uns flugs einen parkplatz gesucht (wie leicht das klingt, man sind wir durch diese stadt gekurvt, bis wir endlich die staatskarosse parkiert hatten!) und einen ausflug durch ein völlig übervölkertes salisbury unternommen. den horden von touristengruppen und schulklassen (international wie englisch) konnten wir nur kurzfristig bei einem netten mittagessen in einem uralten fachwerkgemäuer entgehen.

anschließend ging es dann zur kathedrale, ein imposantes bauwerk. in einem nebenraum war eine und die am besten erhaltenste der 4 original erhaltenen kopien der magna carta ausgestellt, und voller ehrfurcht schaute man sich dieses stück geschichte an. in der kirche hatten wir mal wieder glück, da wir einem gemischten chor zuhören durften mit orgelspiel. mit einer wundervollen akustik erhoben sich die stimmen dem gewölbe entgegen und zogen uns in den bann.

morgen müssen wir aus unserem wundervollen hotel auschecken (wir hatten bereits eine nacht verlängert, meine punkte machen es möglich) und werden uns langsam an der küste entlang richtung devon aufmachen. wo wir genau übernachten werden, wissen wir noch nicht, aber ihr werdet es morgen abend sicherlich erfahren (internet im hotel/b&b vorausgesetzt)

mit sonnenschein im gepäck ging es heute auf nach stonehenge, allerdings verliess uns die sonne nach ca. 10min fahrzeit und das übliche nieselwetter setzte ein. nach einer kurzen pause in einem winzigen supermarkt in einem noch viel winzigeren dörfchen, in dem wir uns mit wasser, cola und cookies versorgt haben, ging es dann zu einem parkplatz auf dem feld, neben einem steinhaufen.

offensichtlich sehen nicht alle englänfer ein parkplatzgebühren zu zahlen (stonehenge wird leider nicht vom national trust sondern von english heritage betreut und deswegen halfen unsere tickets nicht) und parkten links und rechts eine feldweges am gebührenpflichtigen parkplatz entlang. na das können wir auch, dachten wir und flugs standen wir inmitten anderer fahrzeuge irgendwo im feld.

stonehenge selbst ist abgesperrt und man kann es nur im kreis umrunden. dabei trifft man dann immer wieder auf andere touristen, die sich mit ihren gemieteten audioguides pulkförmig vor numerierten tafeln im gras wiederfanden. der vorteil ist natürlich, dass man photos fast ohne menschen schiessen kann, die richtige linse vorausgesetzt. die hier gezeigten ufnahmen sind mit dem 14-24mm und 70-200mm entstanden.

natürlich begann es wieder zu regnen und so mußten wir erneut eine kalte dusche über uns ergehen lassen. das war aber nur von kurzer dauer und hatte den antiken acker gut geräumt von anderen wasserscheuen touristen.

beeindrucken ist es dennoch und man wünschte sich völlig alleine an einem sonnenuntergang oder aufgang mit leichtem nebel bei diesen steinen zu sein.
