Sunday, 17. September 2006
(weitere photos in den comments)

nachdem heute wir zum ersten mal durch sonnenstrahlen (und natürlich wie immer durch den marktschreierischen fischverkäufer) geweckt wurden, wurde der plan endlich mal wandern zu gehen sofort in die tat umgesetzt. mit sofort meine ich, dass wir nach einem gemütlichen frühstück und stundenlangem studieren der karten und des internets uns so gegen dreizehn uhr aufgemacht haben. mit kamera und reichlich wasser im marschgepäck ging es dann zuerst mit dem bähnchen nach wan chai. dort sind wir ausgestiegen und haben das alte post office gesucht. hier verliessen wir den meereslevel und stiegen geradeaus (wie der vogel fliegt) den wan chai green trail zum polizeimuseum auf. anfänglich wunderten wir uns, dass uns nur leute entgegenkamen, aber keiner in unsere richtung ging. nach zehn minuten war uns klar warum. der green trail ist unglaublich steil (auf einigen passagen sind uns die herabsteigenden rückwärts gehend entgegen gekommen) und hört vor allem nicht mehr auf. nach circa zwei drittel der strecke kreuzt er die bowen road, dort ist das folgende bild entstanden (unten im häusermeer links ausserhalb des bildes sind wir gestartet)



oben angekommen gibt es einen park in dem man verschnaufen kann und einen ersten blick auf die andere seite der insel nach aberdeen hat.



von dort sind wir dann dem lady clementi's ride gefolgt. ein enger aber gut befestigter, zum teil betonierter pfad windet sich durch den dschungel in richtung aberdeen. man geht den größten teil im schatten und immer wieder zwischendurch öffnet sich der blick auf andere berge. auch gibt es noch einige verfallene zeitzeugen des zweiten weltkrieges, der auch hier gefochten wurde.



zwischendurch hört man immer wieder wasser und sieht kleine rinnsale und wasserfälle. desweiteren hört und sieht man überall vögel (unter anderem greifvögel (falken? adler?)) und eine vielzahl an schmetterlingen und libellen. (siehe auch bild aus vorherigem beitrag). am ende unserer tour sind wir dann am aberdeen lower reservoir vorbeigekommen, in dem fleissig geangelt wurde. dort hatte uns dann auch die zivilisation wieder mit ihren autos, strassen und gestank. mit einem taxi ging es dann zurück nach hause. für uns anfänger war das heute schon recht anstrengend und ich kann jetzt schon die kollegen morgen über meinen muskelkater lachen hören, aber das wird dennoch wiederholt!

(more pictures in the comments)






ohne stativ aus der hand, vr funktioniert wirklich!




Saturday, 16. September 2006








die kleine schwester hat jetzt eine große schwester bekommen. heute die ersten gehversuche gemacht, ein absoluter traum! beispiele folgen später. nun ist die sammlung erst einmal vollständig, obwohl.... (man nennt das NAS = nikon aquisition syndrome)





während wir in nyc ja einen monströsen müllschlucker auf dem gang im neunzehnten stock hatten, gestaltete sich hier die heimische hausmüllentsorgung anfänglich als etwas schwierig. zwar wurde er von der täglichen putzkraft entsorgt, was aber wenn man abends noch etwas müll loswerden wollte oder aber man die gute seele einen tag nicht in die wohnung gelassen hatte? es gibt auch im gebäude keinerlei hinterhof oder ähnliches, wo man die hausmülltonnen hätte finden können. auf nachfragen erklärte uns der hausmeister, dass wir den müll einfach auf den gang stellen sollten. es fährt jemand alle flure im stundentakt ab und sammelten den müll ein. und siehe da es funktioniert wirklich. man kann sie nicht einmal hören, so leise schleichen sie herum.




Friday, 15. September 2006
ich werde hier noch wahnsinnig! nachdem der taifun weg ist, der rote regen sich in sonnenschein heute morgen verwandelt hat, die erdrutsche nicht die guten photolocations beschaedigt haben und auch das dreikommafuenfaufderrichterskala erdbeben keinen groesseren schaden angerichtet hat, dachte ich, dass es heute endlich zum stativ ausprobieren und photoshooting gehen kann. aber nein, wir haben hier momentan einen smog mit einer sichtweise von wenigen metern. kowloon kann ich nicht mehr sehen....

seufz, ich werde wohl auf makrophotographie umsteigen. dann kann ich im wohnzimmer muenzen oder ameisen ablichten...

one_more_thing: Sunset "18:27". es ist bereits seit einer halben stunde pechschwarz draussen. absolut dunkel. wie in der nacht. das sind in diesem fall REGENWOLKEN! meine guete!






könnte permanent so'n zeuch kaufen. einfach herrlich bunt!




Thursday, 14. September 2006
jagen einem einen ganz gehörigen schrecken ein, wenn man im achtzehnten respektive fünfundzwanzigsten stock ist. auch wenn das hier häufiger vorkommt.

mal sehen was mother nature noch so uns bietet

one_more_thing:



A MINOR EARTH TREMOR WAS RECORDED BY THE HONG KONG OBSERVATORY AT
7:53 P.M. TODAY (THURSDAY, 14 SEPTEMBER 2006).

A NUMBER OF LOCAL RESIDENTS FROM VARIOUS PART OF THE TERRITORY
REPORTED TO HAVE FELT THIS TREMOR, THE DURATION OF WHICH WAS
A FEW SECONDS. ACCORDING TO THESE REPORTS, THE INTENSITY OF
THE TREMOR WAS ESTIMATED TO BE IV (FOUR) ON THE
MODIFIED MERCALLI SCALE OF XII (TWELVE).

PRELIMINARY ANALYSIS PLACED THE EPICENTRE OF THIS EARTH TREMOR
OVER THE SEA NEAR DANGAN ISLAND, ABOUT 36 KILOMETRES SOUTH-SOUTHEAST
OF HONG KONG. THE MAGNITUDE WAS ESTIMATED TO BE 3.5 ON THE RICHTER SCALE.




gestern haben wir wieder einen der unzaehligen projektabschiede gefeiert: ein kollege hat heute seinen letzten arbeitstag und wird dann ins irgendwo der projektwelt entschwinden.

nach einer gemuetlichen aufwaermrunde in einem pub in lang kwai fong (sehr angenehm, erster stock und deswegen recht leer) sind wir in einen der bekannteren clubs in hong kong gegangen: das dragon eye. zutritt ist nur fuer mitglieder und ich will erst gar nicht wissen wie uns ein lokaler kollege mit zwei gruppen von jeweils sieben dort hinein gebracht hat. der vordere teil sieht eher wie ein vornehmes bootsdeck mit clubsesseln und einer netten bar aus. ueberall sind grosse zum teil mannshohe vogelkaefige aufgehaengt. durch eine beeindruckend hohe tuer geht es in einen geschlossen raum, der von einer maechtigen bar beherrscht wird. ihr gegenueber sind grosse runde sofaecken angesiedelt. das ganze ist in schwarz ausgestattet und wird lediglich von der bar bzw. den kaestchenfoermig angeordneten tausenden von blauen leuchtdioden auf den matt verspiegelten waenden erleuchtet. abgerundet wird das durch einen dj, der einen excellenten basslastigen groove von der sorte musik-fuehlen-ist-besser-als-hoeren auflegt. dementsprechend chique ist natuerlich auch das publikum. das feinste war jedoch die getraenkeauswahl unseres gastgebers: neben blubberwasser wurden kruege mit red bull, cranberrysaft und tonic, eiswuerfel und glaeser bereitgestellt, damit sich jeder seinen vodka nach eigenem gusto mischen konnte.

das ende der party habe ich nicht mehr miterlebt, da ich frueher nach hause bin, aber es soll geruechteweise bis vier uhr dreissig gegangen sein. (es wurde uebrigens erneut ein handy verloren, damit steht es zwischen den kollegen f. und t. 2:3 gekaufter handys)

farewell RECB!




Wednesday, 13. September 2006
"Wir können nur hoffen, dass das Publikum Verständnis hat, wenn die eine oder andere Inszenierung etwas spärlicher ausfällt", sagte Suhl.

Aussenlager des Theaters BO abgebrannt




kollegen haben sich am we mit viel wasser bewaffnet in der landschaft bewegt. tolle photos gibt es hier zu sehen.

meine to do liste wird immer laenger, irgendwann werde ich mal anfangen muessen sie auch abzuarbeiten.




Tuesday, 12. September 2006
....tropischer art ist da. wird uns aber wohl nicht direkt treffen, trotzdem haben wir mal wieder



one_more_thing: inzwischen wieder von yellow auf red hoch gestuft

one_more_thing: inzwischen ist aus dem T1 eine T3 warnung geworden. also wenn die welt irgendwann mal untergeht, dann faengt das hier an...

one_more_thing: die warnhinweise werden bunter, jetzt gibt es auch noch landslides




nachdem es heute auf winterliche fünfundzwanzig grad abgekühlt ist (in der tat laufen die ersten mit jacken und stiefeln 'rum) haben wir heute das klassische winteressen steamboat / hotpot in angriff genommen. in causeway bay sind wir ins little sheep in dem es, der geneigte leser errät es schon, schaaf, hammel, mutton, lamm etcetera gibt. in die mitte wurde auf eine heizplatte eine runde schüssel gestellt, die in unserem falle in yingyang form geteilt war und mit einer scharfen brühe und einer milden brühe gefüllt war. in beiden hälften schwammen unglaublich viele knoblauchzehen herum. wir haben uner anderem folgende köstlichkeiten gehabt: entenzunge (ok), entenfüsse (so lala) und sülziges schweineohr (geht gar nicht) als vorspeise, dann fischbällchen aus tintenfisch und kabeljau und fleischbällchen aus lamm. dazu hauchdünnes hammelfleisch, lammfleisch und rinderfleisch; garnelen am spiess, pilze, kartoffelpflanzenblätter und kohl. lammrippchen und hammelbeine. luftige drahtkorbähnliche bälle und dumplings. die verschiedenen fisch- und fleischklösse, die pilze wirft man in die suppe und lässt sie die ganze zeit mitkochen, damit sie der suppe mehr geschmack abgeben. das in hauchdünne geschnittene lammfleisch und die aufgespiessten anfänglich noch lebenden garnelen taucht man neben den blättern der kartoffelpflanze dann a la europäischem fondue mit den stäbchen oder einem schöpflöffel in die brodelnde suppe und kocht dabei sein essen bis es gar ist. das fleisch ist so dünn geschnitten, dass wenige sekunden reichen. das ganze essen dauert mehrere stunden und ist ein ausgiebiges und reichhaltiges essvergnügen. ein unbeschreibliches erlebniss, das uns lange in erinnerung bleiben wird. danach sind wir noch einen strassenzug weiter in ein lokal, in dem es ausschliesslich nachspeisen gibt. wir mußten auf der strasse warten, bis uns ein tisch zugewiesen wurde und das um halb elf. dort haben wir dann mit mango und durian gefüllte blätterteigtaschen, mango-sago-creme und erdbeer-sago-kokosnuss-creme gegessen. die nächsten tage werden kulinarisch eher bei wasser und brot zugebracht!

..quack...quack...quack




Sunday, 10. September 2006
ewald lienen, der in einem interview auf die frage, was sein lieblingsgericht sei, einmal mit dem spontanen ausruf "fleisch!" geantwortet haben soll, würde sich hier wohlfühlen: das argentinische steakhouse in soho bietet fantastisches fleisch und davon reichlich. neben den obligatorischen mit leder bespannten sitzbänken und denen in wildleder eingebundenen speisenkarten (sind die argentinier eigentlich weltweit verpflichtet ihre restaurants so einzurichten? ist ja wie mit der plastikakropolis beim griechen und dem fischernetz beim spanier) bietet das restaurant schönen flair für paare (es gibt ausschliesslich zweier tische). das steak ist von hervorragender qualität, die portionen reichlich (es kann aber fleisch in jeder grammzahl bestellt werden, wie es die karte ausdrücklich vermerkt, nach oben sind also nur grenzen durch die rindergröße gesetzt) und die weinkarte bietet eine gute auswahl an offenen hausweinen. die preise sind im üblichen soho-preisbereich, in diesem fall aber mehr als angemessen. man sollte aber bei den portionen unbedingt einen ausreichenden spaziergang für den nachhauseweg einplanen

übrigens, nur so am rande aufgrund der geographischen begebenheit: unbedingt den chinesen gegenüber ausprobieren!






aus dem man mo tempel




getrocknete flughunde(?)




mein lieblingsgebäude (lippo center) aus dem hong kong park




bank of china gebäude aus der begehbaren vogelvoliere (eintritt kostenlos) photographiert






hier gefunden und hier gebastelt